August 2011
1 Eintrag
Juli 2011
15 Einträge
Zentrale rechtsextreme Botschaften werden heute vor allem über Videoclips und...
– Siehe dazu auch hass-im-netz.info und online-beratung-gegen-rechtsextremismus.de.
Jeder Mensch hat mal einen schwachen Moment, jeder blufft mal, jeder kann...
– Tina Hildebrandt, Die Zeit 29/2011
http://www.zeit.de/2011/29/Politiker-Netz-Twitter
Die kaiserliche Beerdigung
Am Wochenende wird der Kaisersohn Otto Habsburg in der Wiener Kapuzinergruft beerdigt - ein Medienereignis wie damals, schreibt Anton Holzer in der Presse:
Das habsburgische Kaiserhaus und die fotografische Öffentlichkeit – ein merkwürdiges Verhältnis. Es beginnt verkrampft und endet entspannt. Kein Wunder dass ganz am Ende, als der alte Kaiser abtritt, ungeniert und wie wild fotografiert (und...
Wir erleben den Einsatz hautnah mit und sind doch geschützt, wie in einem...
– Medienwissenschaftler Karl Prümm zur Strategie der deutschen Truppen in Afghanistan, Helmkameras einzusetzen. Interview aus der taz.
Ist die Sorge vor einer Bilderflut berechtigt? →
Sollen wir uns über die Bilderflut Sorgen machen, fragt David Campell auf seinem Blog und zitiert einen Text aus den 1930ern, der heute immer noch gut passen könnte:
Today the eye of modern man is daily, hourly overfed with images. In nearly every newspaper he opens, in every magazine, in every book—pictures, pictures, and more pictures…This kaleidoscope of changing visual impressions spins so...
1 Tag
1 Tag
Die Fotografen bilden ab, was die Medien nachfragen, Migranten in...
– http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-07/bilder-muslime-medien
Juni 2011
3 Einträge
So viel Bild wie heute war nie..
– Michael Diers, Quelle: Diers, Michael (2006): Fotografie. Film. Video. Beiträge zu einer kritischen Theorie des Bildes, Hamburg, 12
Die modernen Menschen empfangen einen großen Teil ihres Wissens und ihrer...
– Otto Neurath
Mai 2011
3 Einträge
It is important for us to make sure that very graphic photos of somebody who was...
– Barack Obama zu Bin-Laden-Fotos
http://www.guardian.co.uk/artanddesign/2011/may/06/osama-bin-laden-photograph-obama-body
März 2011
2 Einträge
Politik macht Bilder. Bilder machen Politik.
– Benjamin Drechsel, Politik im Bild (2005)
Als staatliche Symbole sind in jedem Klassenraum das Bundeswappen und das...
– Land Oberösterreich, Oö. Pflichtschulorganisationsgesetz 1992 § 55/5
Februar 2011
2 Einträge
Habt ihr euch mal gefragt, warum die Pharaonen im alten Ägypten Pyramiden...
– Harald Martenstein
Das Zeit-Magazin, 2/2011
Die Bilder sind oft der entscheidende Anstoß zur Radikalisierung.
– Asiem el Difaroui, Experte für Internet-Islamisten bei der Stiftung Wissenschaft und Politik
Die Zeit, 11/2011, Seite 65
Dezember 2010
1 Eintrag
Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen,...
– Niklas Luhmann, Die Realität der Massenmedien (1996)
November 2010
2 Einträge
Es ist ein ganz eigentümlicher Moment, wenn ein Bild von einem selbst enthüllt...
– Heinz Fischer, Bundespräsident Österreich
Falter, Aktuelle Kamera
Wenn Fotografien auch nicht lügen, so können doch Lügner fotografieren.
– Lewis Hine
Oktober 2010
4 Einträge
Ich muss jedes Mal heulen, wenn ich Bilder vom Mauerfall sehe.
– DDR-Bürger
Der Faschismus läuft folgerecht auf eine Ästhetisierung des politischen Lebens...
– Walter Benjamin
Bilder sind schnelle Schüsse ins Gehirn.
– Werner Kroeber-Riel
Americans are leading busy lives, and sometimes they dont have the opportunity...
– Dan Bartlett, Weißes Haus
Presidential Studies Quarterly (2004) Vol. 34, Issue 3, 29.7.2004
September 2010
2 Einträge
What good is war photography if it doesn’t inform the public and allow the...
– Donald R. Winslow, National Press Photographers Association
Lens Blog, NYTimes.com
Der Grundvorgang der Neuzeit ist die Eroberung der Welt als Bild.
– Martin Heidegger
August 2010
2 Einträge
Bilder taugen nicht nur zur Verzierung von Politik.
– Benjamin Drechsel, Politik im Bild (2005)
In einer Mediendemokratie existieren Politiker nicht, wenn über sie nicht...
– Wolfgang Thierse
Juni 2010
1 Eintrag
Politics is just like show business.
– Ronald Reagan
Mai 2010
5 Einträge
Bilder […] [sind] etwas, was uns als Menschen schnell gefangen nimmt und...
– Jörg Schönenborn, Chefredakteur WDR, Der Tagesspiegel
Bilder erschließen sich nicht von selber, man muss sie befragen, um sie zum...
– Michael Sauer, Bilder im Geschichtsunterricht (2000)
Neue Flagge für Europa?
12 Sterne, 27 Länder. Nicht nur DesignerInnen ist diese numerische Diskrepanz ein Dorn im Auge, auch EU-BürgerInnen fragen sich immer wieder, warum sich die Europäische Union gerade an diesen, in den 1950er Jahren für den Europarat entworfenen, Sternenkranz so lange klammert. Schließlich habe sich die EU in diesen vielen Jahrzehnten ihres Bestehens auch enorm verändert. Die Ausstellung...
Der Politologie fehlt ein wissenschaftlicher Bildbegriff.
– Marion Müller, Politologie und Ikonologie (2004)
Politik stellt in der Mediengesellschaft eine Dauerwerbesendung dar.
– Ludgera Vogt, Die Gesellschaft der Werbung (2002)
April 2010
11 Einträge
Die Medien verlangen nach Bildern und die werden durch Politik allein nicht...
– Michael Spreng, Journalist, Planet Interview
1 Tag
Bilden mit Bildern - die Ernährungspyramide
Wie wird gesunde Ernährung am besten vermittelt? Mit dieser Frage ist das österreichische Bundesministerium für Gesundheit laufend konfrontiert, genauer gesagt die Abteilung BMG II/A/2 für "Prävention und Gesundheitsförderung". Kurz vor Frühlingsbeginn lancierte das Ministerium eine neu gestaltete Ernährungspyramide, die großteils mit Bildern die Bevölkerung hinsichtlich einer ausgewogenen Ernährung bilden soll. Diese Kampagne folgt anderen Versuchen, wie Slogans "Machen Sie es auch 5x am Tag?", um dem Thema noch mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zukommen zu lassen. Für den Bundesminister Alois Stöger nimmt Hon.-Prof. Dr. Robert Schlögel, Sektionsleiter für Verbrauchergesundheit und Gesundheitsprävention, in einem Interview mit VISUELLEPOLITIK dazu Stellung.
VISUELLEPOLITIK: Anfang März 2010 hat Gesundheitsminister Alois Stöger eine neue österreichische Ernährungspyramide vorgestellt. Warum hat sich das Ministerium für die Publikation dieser visuellen Information entschlossen? Außerdem verweisen Sie In Ihrem Folder auf die Vorteile einer "einfachen bildlichen Darstellung", die auch "genügend Freiraum zur individuellen Gestaltung des Speiseplans" lässt – dennoch werden in der Pyramide die Lebensmittelkateogrien hierarchisch dargestellt. Was kann diese bildliche Vermittlung besser als eine textliche?
Schlögel: Das Bundesministerium für Gesundheit hat sich für eine visuelle Darstellung der Ernährungspyramide entschieden, weil damit in einfacher und praktikabler Weise ein Zugang zu Portionsgrößen und Mengenverhältnissen hinsichtlich der einzelnen Lebensmittelgruppen geschaffen werden kann. Durch die Pyramidenform ist leicht erkennbar, welche Bausteine die Basis einer gesunden Ernährung sind und somit täglich konsumiert werden sollten und welche Lebensmittel im Rahmen einer ausgewogenen gesunden Ernährung nach aktuellem Wissensstand nur gelegentlich beziehungsweise selten verzehrt werden sollten. Dadurch ist die Pyramide eine optimale Hilfestellung bei der Lebensmittelauswahl ohne Einschränkung von persönlichen Vorlieben – ganz nach dem Motto "die gesündere Wahl sollte die einfachere sein". Ein weiterer Vorteil der visuellen Darstellung ist die leichtere Merkbarkeit.
VISUELLEPOLITIK: Wie ist die Ernährungspyramide entstanden bzw. wer hatte die Idee dazu und wer setzte diese grafisch um?
Schlögel: Die Entstehungsgeschichte der Ernährungspyramide basiert darauf, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt verschiedene Ernährungspyramiden in Österreich publiziert und bekannt waren, wodurch es zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen kam. Deshalb beauftragte Herr Bundesminister Stöger im Spätsommer 2009 den Obersten Sanitätsrat mit der Erarbeitung einer einheitlichen Ernährungspyramide. Es wurden alle maßgeblichen namhaften Organisationen im Bereich Gesundheitsförderung und Ernährung mit eingebunden. Die Datenbasis (Verteilung, Gruppierung der Lebensmittelkategorien und die begleitenden Texte) wurden vom OSR im November einstimmig angenommen. Mit der grafischen Umsetzung wurde eine Firma beauftragt, die die Wünsche und Anregungen der an der Pyramidenausarbeitung beteiligten Personen berücksichtigt hat.
VISUELLEPOLITIK: Die Ernährungspyramide wird auf der Website, in Foldern, auf Plakaten und in darüber berichtenden Medien verteilt. Welche Kanäle versuchen Sie noch zu nutzen, um möglichst viele ÖsterreicherInnen darüber zu informieren? Wird die Information auch an Schulen oder Kindergärten verteilt?
Schlögel: Durch die Veröffentlichung auf der Webseite des BMG sowie in anderen Medien wird eine größtmögliche Verbreitung sichergestellt. Das Material steht selbstverständlich auch Schulen und Kindergärten zur Verfügung.
VISUELLEPOLITIK: Schon 1992 veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium eine visuelle Lebensmittelpyramide, um präventiv Menschen zur gesunden Ernährung zu erziehen und die Gesundheitskosten im Land zu reduzieren. Mittlerweile ist eine überarbeitete Version auch auf www.mypyramid.gov abrufbar. Vor fünf Jahren publizierte der Fonds Gesundes Österreich in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium ebenso eine Ernährungspyramide. Gab es noch weitere Aktionen des österreichischen Gesundheitsministeriums, BürgerInnen über die richtige Ernährung mit Hilfe einer Ernährungspyramide zu informieren?
Schlögel: Eine weitere Aktion des Bundesministerium für Gesundheit war die im Herbst 2009 lancierte Print-Ernährungskampagne, die einfach, frech und provokant aufzeigt, wie jede Bürgerin und jede Bürger durch vergleichsweise einfache Verhaltensänderungen ihre bzw. seine Ernährung nachhaltig verbessern kann. Für die Kampagne wurden jene Themen verwendet, die nach dem österreichischen Ernährungsbericht die größten Probleme in der Ernährung der Österreicherinnen und Österreicher darstellten. So wurde in zwei Sujets auf die Notwendigkeit eines regelmäßigen Milch- und Milchproduktkonsums ("Schaffen Sie es auch schon 3x am Tag?") und auf die tägliche Aufnahme von 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag ("Machen Sie es auch 5x am Tag?") hingewiesen. Des Weiteren wurde durch die Printkampagne die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die gesundheitliche Bedeutung eines geringeren Alkoholkonsums ("Wir tun es zumindest 2x wöchentlich!") und auf die Notwendigkeit der richtigen Portionsauswahl, vereinfacht dargestellt anhand der Drittel-Lösung (1 Portion Gemüse, 1 Portion stärkehaltige Beilage und 1 Portion Fleisch oder Fisch), gelenkt. Die jeweiligen Sujets enthielten auch weiterführende Informationen und Tipps für die KonsumentInnen. Die vier Ernährungssujets werden von etlichen Rezeptheften für diverse Zielgruppen, die auf der Internetseite des BMG kostenlos zum Download zur Verfügung stehen, abgerundet.
VISUELLEPOLITIK: Welchen Standpunkt nimmt das österreichische Gesundheitsministerium bezüglich der Kennzeichnung von Lebensmitteln mit einem Ampelsystem (von rot bis grün) ein, welches in einigen Ländern wie Großbritannien bereits erprobt wird?
Schlögel: Das britische Ampelsystem ist eine auf den ersten Blick sehr bestechende Kennzeichnung über den Nährwert von Lebensmitteln. Dadurch, dass sie jedoch nur einige Nährstoffe und nicht die gesamte essentielle Nährstoffpalette berücksichtigt und andererseits kein Bezug zu (empfohlenen) Verzehrshäufigkeiten hergestellt wird, besteht die Gefahr, dass bei der Ampelkennzeichnung Lebensmittel benachteiligt werden, die durchaus Bestandteil einer vernünftigen Ernährungsweise sein können (z.B. Milchprodukte oder Fruchtsäfte), das System ist damit nur bedingt für bestimmte Lebensmittelkategorien geeignet, nicht jedoch für den gesamte Lebensmittel- und Getränkekorb. Das BMG denkt daher vorderhand nicht an eine verpflichtende Einführung dieses Systems in Österreich. Österreich vertritt im Rahmen der derzeitigen Verhandlungen zur EU-Verbraucherinformationsverordnung im Zusammenhang mit der Nährwertkennzeichnung den Standpunkt, dass EU-weit einheitlich eine aussagekräftige Nährwerttabelle (ohne Farb- bzw.Symbolunterlegung) verpflichtend vorgegeben werden und daneben Raum für nationale freiwillige empfohlene Symbol-Schemen existieren soll.
Das Interview mit Hon.-Prof. Dr. Robert Schlögel wurde per E-Mail am 27.4.2010 geführt. Die Ernährungspyramide selbst kann über den Bestellservice des Gesundheitsministeriums als PDF heruntergeladen oder in Plakat- bzw. Folder-Form angefordert werden. (www.bmg.gv.at/cms/site/bestellservice.html?channel=CH0521)
1 Tag
Comics als politisches Instrument
Das Problem, Politik anschaulich zu vermitteln, ist eine große Herausforderung für (wahlwerbende) Parteien. Manchmal wird dabei gerne auf Bilder zurückgegriffen, die in Form eines Comics politische Geschichten erzählen. Doch dies ist nicht neu, wie Beispiele aus dem 19. Jahrhundert zeigen. Über die Funktionen, die Comics für die Politik einnehmen können, spricht Prof. Dr. Dietrich Grünewald, erster Vorsitzender der Gesellschaft für Comicforschung, die sich die Vernetzung der Comicforschung im deutschsprachigen Raum zum Ziel gesetzt hat, in einem Interview mit VISUELLEPOLITIK.
VISUELLEPOLITIK: Comics scheinen sich gut dafür zu eignen, um politische Inhalte verpackt oder offen zu vermitteln. Wie schätzen Sie das ein?
Grünewald: Wie jede Kommunikationsform ist natürlich auch der Comic geeignet, politische Informationen zu vermitteln. Mir scheint er unter anderem deswegen auch besonders geeignet zu sein, weil er sehr anschaulich ist, Dinge zeigt und zugleich die aktive Rezeption des Betrachters fordert, das Gezeigte interpretativ zu verstehen - gerade in der nötigen aktiven Rezeption (Füllen von Leerstellen, Herstellen von Verbindungen und damit das "Verlebendigen" des gezeigten Prozesses, ...) liegt die Chance, in Distanz zum Gezeigten einen kritisch-reflektiven "Filter" einzuschalten. Freilich muss gelernt werden, zwischen Klischee/Fiktion und Realität zu unterscheiden. Man muss sich bewusst machen, dass Comics "Artefakte" bzw. "gemacht" sind - kein direkter Spiegel von Wirklichkeit, sondern immer subjektive Interpretation.
VISUELLEPOLITIK: Können Sie ein paar Beispiele historischer Comics nennen, die Sie als "Instrument" der Politik bezeichnen würden?
Grünewald: Zum Beispiel "Thaten und Meinungen des Abgeordneten Piepmeyer" von Adolf Schrödter (Zeichner) und Hermann Detmold (Texter) aus dem Jahr 1848/49, das sich auf die deutsche Nationalversammlung in Frankfurt/Main bezieht. Interessant ist, dass die Figur und das Konzept 1996 von Burkhard Mohr wieder aktualisiert und aufgegriffen wurden. So wird in "Gestatten Piepmeyer!" (Bonn 1996) ein Bezug zur bundesdeutschen Politik hergestellt. Interessant sind auch "Die roten Strolche" (von Gerhard Langemeyer, u.a.; bundesdeutscher Wahlkampf, z.B. im STERN 2002). Allgemein politisch/kritisch ist zum Beispiel der "Ö-Comic No. 1. Die Geschichte von der Wyhlmaus und anderen Menschen" von Jari Pekka Cuypers und Wolgang Hippe (Frankfurt/Main 1978).
VISUELLEPOLITIK: Mittlerweile versuchen auch rechtsextreme Lager mit Comics Jugendliche zu ködern und ihnen Feindbilder einzureden. Ist dies Ihrer Einschätzung nach ein neues Phänomen?
Grünewald: Hier verweise ich auf den Artikel "(Ohn-)Macht und Hakenkreuz" von Ralf Palandt im gerade erschienenen Buch D. Grünewald (Hg.): "Struktur und Geschichte der Comics" (Bochum, Essen 2010).
VISUELLEPOLITIK: Was können Comics für die Politik tun? Ist es möglich, mit Comics politisch zu bilden?
Grünewald: Schnelle Antwort zu 1. Ja, natürlich - zumal gerade im Comic manches im Text nebulös und verschwommen Ausgedrückte hier der visuellen Klarheit bedarf; wobei natürlich auch symbolisch gearbeitet wird, was wiederum die kritisch-bewusste Rezeption fördert. Dazu auch die Überlegungen, die in der Geschichtsdidaktik angestellt werden (vgl. die Beiträge von Näpel, Mounajed und Scholz im oben genannten Band). Scholz macht auch deutlich, wie Comics z.B. in der DDR zur politischen Indoktrinantion genutzt wurden). Wesentlich ist: es muss Rezpienten geben, die gelernt haben, Comics kritisch zu lesen und zu verstehen.
VISUELLEPOLITIK: Was halten Sie von Wahlprogrammen in Comic-Form?
Grünewald: Comics sind in der Regel narrativ - ein Wahlprogramm weniger. Dennoch könnten Aspekte anschaulicher werden und auf die Lebenswirklichkeit der Wählerinnen und Wähler bezogen werden. Kein Austausch, kein entweder/oder, sondern: ein konkretes Wahlprogramm (Text) und zur Seite Veranschaulichungen durch Bildgeschichten.
Das Interview mit Prof. Dr. Dietrich Grünewald wurde per E-Mail am 16. April 2010 geführt. (www.comicforschung.de)
Das Fernsehen ist für die Politiker eine Verleitung nicht nur zur...
– Helmut Schmidt, Hand aufs Herz (2002)